Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Sekretariat:
Frau N. Busch

Tel.: 03998 438-3301
Fax: 03998 438-3303

Informationen zur Anästhesie

Pro Jahr werden etwa 3800 Narkosen mit einem großen Anteil an regionalanästhesiologischen Verfahren erbracht. Hierbei werden regelmäßig 3 Operationssäle und Funktionsabteilungen anästhesiologisch betreut.

Die interdisziplinäre Intensivstation mit 8 zur Beatmungstherapie ausgestatteten Plätzen ist anästhesiologisch geleitet und arbeitet in enger Kooperation mit den Abteilungen des Hauses.

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Kreiskrankenhauses Demmin betreut ca. 85 operative Betten der Fachabteilungen Allgemein-, Viszeral-, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Kinderchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Augenheilkunde.

Postoperativ werden unsere Patienten durch speziell ausgebildetes Fachpersonal im unmittelbar angrenzenden Aufwachraum betreut. Prästationären und ambulanten Patienten bieten wir in unserer Ambulanz die anästhesiologische Information und Aufklärung im Vorfeld der Operation an.

Zur Sicherstellung der Patientenzufriedenheit und der Qualitätssicherung führen wir postoperative anästhesiologische Visiten durch. Auch für unsere kleinen Patienten (und deren Eltern) bieten wir fachliche und menschliche Kompetenz.

Planbetten: 10 Intensivbetten
Stationsschwester ITS: Frau Liane Klietz


Anästhesie - Sprechstunden

Termin:  Täglich nach Vereinbarung



Das Spektrum der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin umfasst die Durchführung von ca. 3.800 Vollnarkosen und regionalanästhesiologischen Verfahren in fünf Operationssälen, die prästationäre ambulante Narkosevorbereitung sowie die perioperative Schmerztherapie.

Auf der operativen Intensivstation werden pro Jahr etwa 500 Patienten behandelt; hierbei kommt modernstes Equipment zur Beatmungstherapie, Monitoring, kinetische Therapie und Nierenersatzverfahren zur Anwendung. 

Die Patientenzufriedenheit sichern wir durch postanästhesiologische Visiten. Es existiert ein Reanimationsteam zur notfallmedizinischen Versorgung des Krankenhauses. Drei Fachärzte besitzen die Qualifikation als Leitender Notarzt zur Sicherstellung von Großschadensfällen im Landkreis.  Sieben Ärzte der Abteilung nehmen am Notarztdienst teil.

Narkosearten

Allgemeinanästhesie

Während der Allgemeinanästhesie sorgt der Anästhesist durch das Zuführen mehrerer Medikamente über eine Venenkanüle und die Beatmung mit einem Narkosegas für einen schlafähnlichen Zustand des Patienten.

Moderne Medikamente machen es möglich, Narkosetiefe, Schmerzausschaltung und Muskelerschlaffung des Patienten der Operation anzupassen und ihn Minuten nach dem Eingriff schmerzarm und in der Regel ohne Übelkeit aufwachen zu lassen.

Für kürzere Eingriffe wird der Patient über eine Maske oder Kehlkopfmaske assistiert beatmet, bei längeren Eingriffen muss ein Beatmungsschlauch über den Mund in die Luftröhre eingeführt werden. Eine vorübergehende Reizung der Rachenschleimhaut oder ein Heiserkeitsgefühl kann infolge des �Fremdkörpers Beatmungsschlauch� nach der Operation auftreten. Diese Erscheinungen gehen aber üblicherweise schnell vorüber.

Spinalanästhesie

Eine Spinalanästhesie ist bei Eingriffen an den Beinen und im Unterbauchbereich möglich. Hierbei schiebt der Anästhesist nach örtlicher Betäubung der Rückenhaut eine dünne Kanüle bis zum Nervenflüssigkeitsraum vor. In diesem Bereich der unteren Lendenwirbelsäule befinden sich die Rückenmarksnerven nicht in einem festen Verbund, so dass eine direkte Schädigung durch die Kanüle unwahrscheinlich ist. Dann spritzt er eine geringe Menge eines örtlichen Betäubungmittels ein, wodurch schon nach wenigen Minuten die Beine warm werden und eine Bewegung nur noch eingeschränkt möglich ist. Die Schmerzfreiheit hält je nach Medikament 2 bis 4 Stunden an.

Periduralanästhesie

Periduralanästhesien können als alleinstehendes Narkoseverfahren (z.B. beim Kaiserschnitt) oder im Rahmen einer Allgemeinanästhesie zur postoperativen Schmerzbehandlung eingesetzt werden.

Je nach Ort des Eingriffs sucht der Anästhesist nach örtlicher Betäubung mit einer Hohlnadel den Periduralraum der Lenden- oder Brustwirbelsäule auf. Hierdurch wird anschließend ein dünner Schlauch eingeführt und die Nadel wieder entfernt, so dass sich der Patient unbehindert bewegen kann. Über diesen Schlauch werden dann Schmerzmedikamente eingespritzt. Nach ca. 15 Minuten wird der entsprechende Bereich warm und für 2-3 Stunden schmerzfrei. Die Beweglichkeit der Beine kann für einige Stunden eingeschränkt sein.

Anschließend können kontinuierlich über eine Pumpe oder in Einzelgaben Schmerzmedikamente gegeben werden solange diese gebraucht werden.

Plexusanästhesie

Für Eingriffe an Hand, Arm und Schulter können die Nerven des Armplexus durch Einspritzen eines Lokalanästhetikums betäubt werden. Hierbei werden mit Hilfe eines Stimulators über die Injektionskanüle schwache elektrische Impulse ausgesendet. Die resultierenden Bewegungen zeigen dann die korrekte Lage der Kanüle an. Je nach Operationsbereich wird dies entweder unterhalb des Schlüsselbeines oder in der Achselhöhle durchgeführt.
Etwa 30 Minuten nach Spritzen des örtlichen Betäubungsmittels wird der entsprechende Bereich erst warm und dann gefühllos. Der Arm lässt sich nun mehrere Stunden nur noch eingeschränkt bewegen.
Für eine schmerzfreie früh-postoperative Physiotherapie können hauchdünne Katheter mit der gleichen Technik in die Nähe des Nervengeflechts gelegt werden, über die dann kontinuierlich schmerzlindernde Medikamente gegeben werden.

Kindernarkose

Liebe Eltern!

Ihr Kind soll einem operativen Eingriff unter Zuhilfenahme einer Narkose unterzogen werden und Sie sind sicher besorgt und haben einige Fragen. Wir hoffen, Sie ein wenig informieren und beruhigen zu können. Fragen, die nach Lektüre dieser Seiten offen sind, können natürlich beim Prämedikationsgespräch vom Narkosearzt erläutert werden.

Was muss ich vor der Narkose beachten?

Ihr Kind sollte 6 Stunden vor der Operation nicht gegessen oder getrunken haben (das gilt auch für Bonbons, Obst und Kaugummis). Bei Kleinkindern ist es möglich, bis zu 2 Stunden vor der Operation ungesüßten Tee oder Wasser zu geben. Medikamente sollten Sie nur in Absprache mit dem Anästhesisten geben.

Ist mein Kind vor der Operation aufgeregt?

Was kann ich tun? Das beste Beruhigungsmittel sind die nicht aufgeregten Eltern; versuchen sie ganz natürlich mit Ihrem Kind umzugehen. Es ist sinnvoll diese ungewohnte Situation vorher mit Ihrem Kind durchzuspielen bzw. zu besprechen. Etwa 1 Stunde vor Operationsbeginn bekommt Ihr Kind dann einen Saft, der ein wirksames Beruhigungsmittel enthält. Ihr Kind wird ruhig und schläfrig.

Bin ich bis zum Einschlafen bei meinem Kind?

Sie können Ihr Kind natürlich bis zum Eingang des Operationsbereiches begleiten, aber leider ist es nicht möglich Sie bis in den eigentlichen Operationsraum mitzunehmen. An der Schleuse wird es von dem Narkosearzt in Empfang genommen, was üblicherweise problemlos akzeptiert wird. Sie können Ihrem Kind versprechen, wieder bei ihm zu sein wenn es aufwacht. Der Lieblingsteddy kann auf Wunsch natürlich auch mitkommen.

Wie schläft mein Kind ein?

Mit der Narkoseeinleitung stellen wir uns je nach Alter und Kooperation individuell auf das Kind ein. Üblicherweise bekommen Sie schon während des Prämedikations-gespräches ein spezielles Pflaster, welches Sie am OP-Tag auf eine vom Narkosearzt für geeignet befundene Stelle kleben können. Dieses Pflaster beinhaltet ein örtliches Betäubungsmittel, welches den gefürchteten �Pieks� nicht spüren lassen wird. Bei besonders kleinen Kindern und solchen mit schlechten Venenverhältnissen leiten wir die Narkose auch über eine Maske ein und legen die Venenkanüle anschließend.
Unser Ziel ist es, bei höchstem Sicherheitsanspruch die Narkose so angenehm und wenig traumatisierend als möglich zu bereiten.

Bin ich bei meinem Kind, wenn es aufwacht?

Sobald Ihr Kind aus unserem Aufwachraum entlassen wird, wird es in Begleitung zweier Schwestern zu Ihnen in das Ambulante Zentrum gebracht. Sie sind bis zum vollständigen Erwachen bei ihm und können mit ihm reden und es trösten. Bei Schmerzreaktionen werden die Schwestern Ihnen zur Seite stehen. Bitte melden Sie sich.

Können wir dann sofort nach Haus gehen?

Auf der Station wird das Kind zu Ihrer Sicherheit noch ein wenig beobachtet, um sicherzustellen, dass Nebenwirkung wie postoperatives Erbrechen oder Kreislaufun-regelmäßigkeiten nicht mehr auftreten, wenn Sie Ihr Kind mit nach Haus nehmen. Der Operateur und ein Narkosearzt werden dann noch abschließend das Kind anschauen, bevor Sie die Klinik verlassen.

Intensivmedizin

Pro Jahr werden auf der interdisziplinären Intensivstation des Kreiskrankenhauses Demmin etwa 500 Patienten behandelt.
Hierbei arbeiten die Intensivmediziner in enger Kooperation mit den anderen Kliniken und Abteilungen zusammen; täglich wird eine gemeinsame Visite mit den Chirurgen, Gynäkologen, Internisten und Urologen durchgeführt. Die interdisziplinäre Intensivstation unter anästhesiologischer Leitung ist mit 10 Betten in voll klimatisierten Intensivzimmern und modernstem Equipment zur Beatmungstherapie (Evita 4) ausgestattet.
Falls nötig, stehen Nierenersatzverfahren (künstliche Niere) und alle modernen Methoden zur Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems bereit.
Bei allen technischen und medizinisch-apparativen Möglichkeiten steht jederzeit der Patient im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Unsere vornehmste Aufgabe ist es, im Teamwork von Ärzten und Schwestern moderne Technik und zeitgemäße fachliche Kompetenz mit menschlicher Wärme und medizinischer Ethik zum Einsatz zu bringen. Um in dem technikbetonten intensivmedizinischen Aufenthalt ein wenig vertraute Atmosphäre zu schaffen, werden soweit möglich Angehörige mit einbezogen. Dies ist allerdings im Interesse der anderen Patienten nur begrenzt möglich. Aus diesem Grunde haben wir eine Besuchszeitregelung, während der dann pflegerische und sonstige therapeutische Maßnahmen auf ein Minimum beschränkt werden.

Notfallmedizin

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Kreiskrankenhauses Demmin verfügt über ein Wiederbelebungsteam zur notfallmäßigen Betreuung der stationären Patienten.

Eine mobile und jederzeit transportable Einheit ist innerhalb weniger Sekunden mit modernen Kommunikationsmitteln abrufbar und mit medizinischer Kompetenz und modernen apparativen Möglichkeiten zur Wiederbelebung in der Lage.

Des weiteren stellen wir durch Beteiligung an der Besetzung der Notarztdienste des Landkreises Demmin die notfallmedizinische Versorgung auf den Rettungswagen sicher. Sämtliche Mitarbeiter der Klinik verfügen über die Zusatzbezeichnung Arzt im Rettungsdienst.

Stationäre Schmerztherapie

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie betreut im Rahmen der Schmerztherapie stationäre Patienten mit Regionalanästhesien in Kathetertechnik (Epiduralkatheter, periphere Leitungsanästhesien) und PCA-Pumpen (Patienten kontrollierte Analgesie).
Konsiliarisch werden Patienten mit akuten und chronischen Schmerzsyndromen in allen Fachabteilungen betreut.
Zur Geburtserleichterung mit Hilfe eines Epiduralkatheters kann durch die Geburtshelfer im Kreißsaal rund um die Uhr ein Anästhesist gerufen werden. Im Rahmen der Geburtsvorbereitung können Sie jederzeit einen Termin zur Besprechung dieses Verfahrens vereinbaren.
Postoperativ sowie in speziellen Fragestellungen (Dosisfindung zur Schmerztherapie bei Patienten in der Onkologie) stehen uns eine Reihe von Geräten zur Patienten-kontrollierten Schmerztherapie zur Verfügung.

Besondere Arbeitsschwerpunkte:

  • Postoperative Schmerztherapie
  • Epiduralkatheter zur Geburtserleichterung
  • Plexuskatheter zur Physiotherapie der oberen Extremität
  • Ischämieschmerz
  • Tumorschmerz
  • Schmerzen bei neurologischen Erkrankungen


Realisierung: WHAT media