Erfolgreiche Großübung in Demmin
Mehr als 100 Klinikmitarbeitende und zahlreiche Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall
Mit einer umfangreichen und realitätsnahen Übung zum Massenanfall von Verletzten (MANV) haben das Kreiskrankenhaus Demmin und zahlreiche Partner am Sonnabend (6. Juni) ihre Einsatzbereitschaft für außergewöhnliche Schadenslagen getestet. Das Kreiskrankenhaus Demmin war dabei Initiator und Hauptorganisator der Übung, an der Rettungsdienst, Feuerwehren, THW, Polizei sowie weitere Einsatzkräfte aus der Region beteiligt waren.
Ausgangspunkt der Übung war ein schwerer Verkehrsunfall auf der Deutsch-Kroner Straße. Simuliert wurden ein überschlagener Pkw sowie zwei verunfallte Traktoren mit voll besetzten Kremseranhängern. Rund 25 realistisch geschminkte Statistinnen und Statisten stellten die Verletzten dar. Nach der Alarmierung wurden die Betroffenen durch die Einsatzkräfte gesichtet, versorgt und anschließend in das Kreiskrankenhaus Demmin transportiert. Dort erfolgte die weitere medizinische Versorgung unter möglichst realitätsnahen Bedingungen.
Zusammenarbeit und Abläufe erfolgreich getestet
Im Krankenhaus beteiligten sich mehr als 100 Mitarbeitende aus Medizin, Pflege und weiteren Bereichen an der Übung. Im Fokus standen die Alarmierung zusätzlicher Kräfte, die Patientensteuerung, die Kommunikation zwischen den Beteiligten sowie die Umsetzung des überarbeiteten Krankenhausalarm- und Einsatzplans. Die Übung bildete zugleich den Praxistest für eine neu entwickelte Standardarbeitsanweisung zum Umgang mit einem MANV-Ereignis. Bei einem MANV handelt es sich um eine Einsatzlage, bei der die Anzahl der Verletzten oder Erkrankten die regulären Kapazitäten von Rettungsdienst, Feuerwehr und Krankenhäusern vor besondere Herausforderungen stellt.
„Ich möchte mich bei allen Teilnehmern der Übung ganz herzlich für ihr Engagement bedanken. Sie haben zum Gelingen wesentlich beigetragen. Insbesondere die Vorbereitung, aber auch das Schaffen von bleibenden Strukturen für solche Szenarien kosten sehr viel Zeit und Kraft. In der Auswertung werden wir gemeinsam analysieren, welche Anpassungen noch erforderlich sind, damit ein solches, hoffentlich nie eintreffendes Ereignis künftig noch besser bewältigt werden kann. Für mich war es zudem wichtig, alle beteiligten Berufsgruppen einzubinden und damit das gegenseitige Verständnis zu stärken. Ich denke, auch dieses Ziel haben wir erreicht“, betonte der Ärztliche Direktor des Kreiskrankenhauses Demmin, Sebastian Kowitz.
Die Verantwortlichen werden die gewonnenen Erkenntnisse nun gemeinsam auswerten und in die weitere Optimierung der Abläufe einfließen lassen. Ziel bleibt es, im Ernstfall eine bestmögliche Versorgung vieler Verletzter sicherzustellen und gleichzeitig den regulären Krankenhausbetrieb aufrechtzuerhalten
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Kreiskrankenhaus Demmin GmbH
Wollweberstraße 21
17109 Demmin